Janek Heller

Schmerzpsychotherapie

Chronische Schmerzen sind ein weit verbreitetes Problem in der Gesamtbevölkerung. Manche der Betroffenen erkranken psychisch an ihren Schmerzen, zunächst unabhängig von der Frage, ob sich diese aus einer körperlichen Erkrankung erklären lassen oder nicht. Häufig gibt es zwar ein körperlich erkennbares Problem, aber das Ausmaß der Schmerzen lässt sich durch die körperliche Grunderkrankung nicht vollständig erklären. Schmerzen, die über längere Zeit andauern (mehr als 6 Monate) und durch Medikamente nicht genügend gedämpft wurden, neigen dazu, sich zu verselbständigen. Es bildet sich ein sogenanntes ,Schmerzgedächtnis'. Dann signalisiert der Körper weiterhin Schmerzen, obwohl die ursprüngliche körperliche Ursache bereits nicht mehr gegeben oder deutlich gebessert ist. In diesem Fall spricht man von ,chronischen Schmerzen'. Manche Menschen können auch mit dieser Beeinträchtigung ihr bisheriges Leben weiterführen. Andere erkranken daran psychisch, werden mit dieser Schmerzbelastung nicht fertig. In diesem Fall kann eine Schmerzpsychotherapie hilfreich sein, da davon auszugehen ist, dass psychische Einflüsse mit dazu beitragen, dass der Betroffene an seinen chronischen Schmerzen erkrankt.

Ziele einer psychologischen Schmerztherapie sind v.a. folgende:

Allen Zielen voran und übergeordnet: Trotz Schmerzen das bisherige Leben weiterführen können durch Schmerzbewältigung oder trotz Schmerzen neue Lebensziele entwickeln, angepasst an die Situation und die Möglichkeiten, orientiert an eigenen Lebenswerten! 

Schmerzbewältigung erlernen durch einen verbesserten Umgang mit dem Körper:

  • Lernen, sich trotz Schmerzen zu entspannen und körperlich aktiv zu bleiben
  • Lernen, den eigenen Körper zu akzeptieren und zu mögen trotz Schmerzen und sich in ihm wohl und zuhause zu fühlen 

Schmerzbewältigung erlernen durch eine Auseinandersetzung mit den Gefühlen, die die Schmerzen häufig begleiten:

  • Ängste vor Aktivitäten und erneuter Schmerzzunahme abbauen und die häufige Passivität / das sogenannte Vermeidungsverhalten vermindern, um wieder aktiv am Leben teilzuhaben trotz Schmerzen: Im Beruf und im Privatleben. 
  • Depressive Verstimmungen und Kummer über die Schmerzen überwinden.  (Depression als Folge der Schmerzen)
  • Ärger, der die Lebensqualität beeinträchtigt, mindern. Ärger über Schmerzen, der gegen die eigene Person und den eigenen Körper oder gegen das Gesundheitssystem und Kostenträger gerichtet wird, verhindert oft eine Schmerzbewältigung und ein trotz Schmerzen aktives, insgesamt positiv erlebtes Leben.  

Chronische Schmerzen werden oft zu einer auch psychischen Erkrankung, wenn intensive Gefühle nicht erkannt werden. Alle Gefühle drücken sich immer auch über den Körper aus - aber manchmal werden die gefühle selbst nicht wahrgenommen. Handelt es sich um unangenehme (und nicht bewusst wahrgenommene) Gefühle, tragen sie oft unerkannt zur Intensität und Häufigkeit der Schmerzen bei.

Schmerzbewältigung durch Klärung nicht bewusster Gefühle und Erlernen eines Umgangs mit diesen:

  • Klärung, ob eine nicht erkannte Depression zur Schmerzerkrankung beiträgt und diese überwinden (Depression als Ursache der Schmerzen)
  • Klärung und Überwindung von Ängsten, die zu einer schmerzhaften chronischen körperlichen Verspannung führen.
  • Unterdrückter Ärger und persönliche Probleme damit, Aggressionen zuzulassen und in sozial verträglicher (nicht zerstörerischer) Art und Weise auszudrücken trägt nicht selten zur Entstehung eines Schmerzleidens bei. Mit einer ,sozial verträglichen Art und Weise, Agressionen auszudrücken' sind folgende Fähigkeiten gemeint, die Schmerzpatienten manchmal fehlen: Zwischenmenschliche Konflikte austragen - eigene Interessen vertreten und sich abgrenzen gegen Überforderungen -  sich abgrenzen und schützen können, wenn einem andere Menschen gefühlt zu nahe treten oder sich in einer als verletzend erlebten Art und Weise verhalten.  

Schmerzbewältigung durch Stressbewältigung: 

  • Dauerhafter Stress macht körperlich krank. Stresshormone, die dauernd ausgeschüttet werden und nicht abgebaut werden können, sind für den Körper giftig. Sie schwächen das Immunsystem und machen den Körper anfälliger für Schmerzen, behindern die natürliche Fähigkeit des Körpers, Schmerzen zu regulieren. Stressbewältigung erlernen trägt oft zu einer verbesserten Schmerzbewältigung bei.

Schmerzbewältigung durch Aufarbeitung zurückliegender schwieriger und belastender Lebenserfahrungen

  • Menschen, die psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren haben oder in der Kindheit in unsicheren Bindungsverhätlnissen gelebt haben, zu sehr vernachlässigt wurden, tragen ein deutlich erhöhtes Risiko mit sich, an Schmerzen zu erkranken. Sind die Erinnerungen an eins oder mehrere der genannten Probleme nicht erträglich, werden sie oft zum Selbstschutz verdrängt - damit aber nicht behoben. Der Körper erinnert sich weiter an diese Ereignisse, ganz gleich, ob sie in Gedanken auftauchen oder nicht. Manchmal erkrankt dann der Körper an Schmerzen und neben der oben beschriebenen Schmerzbewältigung kann es erforderlich sein, diese Eriegnisse aufzuarbeiten. Das muss nicht immer heißen, über diese Erfahrungen selbst ständig zu reden, was ja erheblich belastet. Oft geht es eher um die Frage, wie sich trotz der schlimmen Erfahrungen ein lebenswertes Leben im Sinne der eigenen Werte und Ziele führen lässt und die Folgen der Erfahrungen gemindert werden können. Wenn dies ineiner Psychotherapie geschieht, lindert sich meistens auch Schmerz. 

Schmerzbewältigung durch gezielte und verantwortungsbewusste Inanspruchnahme des Gesundheitssystems

  • Da bei einer chronischen Schmerzerkrankung meist sowohl körperliche als auch psychische Faktoren eine Rolle spielen, sind meistens auch mehrere Behandler beteiligt.Manchmal jedoch werden aus Hilflosigkeit und Verzweiflung immer wieder neue Ärzte aufgesucht oder neue Medikamente probiert, oder Medikamente in zu hoher oder zu niedriger Dosierung eingenommen, manchmal sogar unnötige Operationen durchgeführt. Das verschlechtert die Situation leider nicht gerade selten und fürht zu Frustration bei Patienten und Behandlern. Schmerzbewältigung erlernen heisst deshalb für manche Betroffene auch, einen eigenverantwortlichen und sinnvollen Umgang mit Behandlern und Medikamenten zu erlernen.  

          

(c) Janek Heller

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